Die Strombranche erfindet sich neu

da Bruno Ganz | 3-mag-2016

Es vergeht kein Tag ohne News über die Strombranche in den Zeitungen.
Die Preise sind am Boden, viel ist mit Strom nicht mehr zu verdienen, ausser man ist auf der glücklichen Seite und darf immer noch Haushaltskunden zu Gestehungskosten beliefern.  Schauen wir in die nahe Zukunft, können wir feststellen, dass die Schweiz keinen Einfluss auf den Strompreis haben wird. Mit einem Stromverbrauch von circa 1% der EU geht unser Markt im Rauschen der EU Kapazität buchstäblich unter. Da stellt sich die grosse strategische Frage: Wie kann in diesem Markt überhaupt noch etwas verdient werden?

Schauen wir die einzelnen Strategien der Stromunternehmungen an, stellt man fest, dass sich fast alle auf die Dienstleistungen rund um die Energie konzentrieren. Um diese Strategien zu verstärken, werden branchennahe Firmen akquiriert  und lose integriert. Ob dies zielführend sein wird, wird die nahe Zukunft zeigen.

Wir von EnergiePool haben unsere Strategie auch überarbeitet, wir haben uns schon vor drei Jahren entschieden, nur noch Energiedienstleistungen anzubieten. Wir haben uns damals vom eigentlichen Stromhandel verabschiedet. Mit der fortschreitenden Digitalisierung haben wir unsere Plattform mehr und mehr ausgebaut. Neben dem Grosskundenportal sind wir nun daran, die EVU Plattform auszubauen. Mit der Überarbeitung unserer Strategie zu Beginn des Jahres wurden kleine Adjustierungen am bestehenden Konzept vorgenommen. Wir setzen unseren Fokus weiter auf Dienstleistungen, mit denen wir uns im Markt, gegenüber den meisten Unternehmen in der Branche, bereits gut positioniert haben. Auch wir sind sehr gespannt, wie sich der Markt in Zukunft entwickeln wird. Mehr Konkurrenz belebt den Markt. Wir sind bereit, die Herausforderungen der Digitalisierung anzunehmen.